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Sterilisation und Ermordung

Sterilisation und Ermordung

In der NS-Zeit war die renomierte Landesanstalt, auf deren Gelände sich heute die Gropius-Klinik für Neurologie und Psychiatrie befindet, maßgeblich an Sterilisationen und den Massenvernichtungen im Rahmen der sogenannten T-4-Aktion beteiligt. Mit Dr. Gallus, der am 6. Februar 1934 in den Ruhestand versetzt wurde und seinem Nachfolger Dr. Benno Otto, dem Direktor der Landesfrauenklinik Berlin-Neukölln, begann gewissermaßen eine Übergangszeit im Amt der Leitung der Landesanstalt Eberswalde. Schon im Sommer 1934 signalisierte Dr. Otto eine Überbelastung, die wohl auch mit den jetzt in seiner Klinik vorzunehmenden Sterilisierungen zu tun hatte. Immer häufiger war sein Stellvertreter Baumann gefragt. Da er aber immer…
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Terror, Vertreibung und Vernichtung

Terror, Vertreibung und Vernichtung

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begannen die planmäßige Entrechtung und Verfolgung der Juden in Deutschland, die oft in Vertreibung und physischer Vernichtung endete. Um der Bedrohung zu entgehen, emigrierten bis Mitte der 1930er Jahre auch Eberswalder Juden. Viele von ihnen gingen zunächst nach Berlin, nicht nur weil ihnen das Leben in der Kleinstadt unerträglich wurde, sondern auch in der Hoffnung, dort in einer größeren Gemeinschaft besser geschützt zu sein. Gab es im Jahr 1930 noch 87 stimmfähige Mitglieder der Eberswalder Synagogengemeinde, so erschienen am 22. März 1938 nur noch 18 Personen zur Gemeindewahl. Vom ersten Boykott zu den Nürnberger GesetzenImmer…
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Kultserie “Die Zweiflers”

Kultserie “Die Zweiflers”

Die sechsteilige Dramedy-Serie behandelt humorvoll und reflektiert Themen von Familie und jüdischer Identität im Hier und Jetzt. Die Serie erzählt warmherzig, skurril und unterhaltsam die Geschichte einer komplizierten und zugleich allzu menschlichen Familie, die inmitten von Veränderungen, Traditionen und neuen Beziehungen navigiert – schonungslos offen und ehrlich in all ihren Facetten. „Die Zweiflers“ wurde unter rund 350 Einreichungen vom Cannes International Series Festival für den diesjährigen Wettbewerb ausgewählt. Die Serie ist ab 03. Mai 2024 in der ARD-Mediathek abrufbar. --> Trailer
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Online-Kampagne der Claims Conference

Online-Kampagne der Claims Conference

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe am Mittwoch US-Aussenminister Antony Blinken unter vier Augen gesagt, dass Israel mit einer Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens beginnen werde, sollte die Hamas weiterhin ein Geiselabkommen von der Beendigung des Krieges abhängig machen, berichtete das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei israelische und amerikanische Beamte. Blinken hatte von einem "sehr, sehr grosszügigen" Vorschlag Israels für einen Deal gesprochen. Die Hamas bestand bislang auf einem Ende des Krieges, was Israel aber ablehnt.
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Israel droht mit Beginn der Bodenoffensive

Israel droht mit Beginn der Bodenoffensive

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe am Mittwoch US-Aussenminister Antony Blinken unter vier Augen gesagt, dass Israel mit einer Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens beginnen werde, sollte die Hamas weiterhin ein Geiselabkommen von der Beendigung des Krieges abhängig machen, berichtete das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei israelische und amerikanische Beamte. Blinken hatte von einem "sehr, sehr grosszügigen" Vorschlag Israels für einen Deal gesprochen. Die Hamas bestand bislang auf einem Ende des Krieges, was Israel aber ablehnt.
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Hamas lehnt Verhandlungsangebot ab

Hamas lehnt Verhandlungsangebot ab

Die islamistische Hamas steht einem Verhandlungsangebot für einen Geisel-Deal im Gaza-Krieg Medienberichten zufolge ablehnend gegenüber, will die Gespräche aber fortsetzen. "Unsere Position zum aktuellen Verhandlungspapier ist negativ", sagte der im Libanon ansässige Hamas-Sprecher Osama Hamdan am Mittwochabend im libanesischen Fernsehen, wie die Zeitung "Times of Israel" berichtete.
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Von den Betstuben zur Synagoge

Von den Betstuben zur Synagoge

Der eigentliche Mittelpunkt des jüdischen Lebens in einer Gemeinde ist die Synagoge. Der Bau von Synagogen war zunächst in der Mark Brandenburg verboten. Die Juden trafen sich daher in privaten Betstuben, denen später Bethäuser folgten. Laut dem Chronisten Friderich Ludewig Joseph Fischbach erhielt die Judenschaft von Neustadt-Eberswalde bereits 1720 die Freiheit, sich ein Betlokal einzurichten. Der Tempel befand sich 1776 in einem angemieteten Hintergebäude in der Rosenstraße 3. Das kleine Betlokal reichte allerdings für die anwachsende jüdische Gemeinde Anfang des 19. Jahrhunderts nicht mehr aus. Bau der ersten Synagoge Bereits am 6. August 1802 beschloss sie daher den Bau einer…
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Von git bis maseldik

Von git bis maseldik

In dieser Kolumne kann man wirklich einiges lernen. Lebenserfahrung, Schimpfen und Beleidigen. Heute aber geht es um das richtige Grüßen. Ein wirklich unansehnlicher und ungebildeter, aber stadtbekannter Frauenkenner und -erkenner antwortete auf die Frage nach dem Geheimnis seines Erfolgs bei den Frauen „Grießen musst du.“ Also, wie grüßt man eigentlich? Wenn man jemanden zum ersten Mal trifft und näher kennenlernen will, empfiehlt sich ein „Schulem alechem. Vin wannet kimmt a Jid?“ (Friede sei mit dir. Woher kommt ein Jude?) Es wird erwartet, dass das Gegenüber mindestens die folgenden relevanten Daten preisgeben sollte: Name, Adresse, Familienstand, Anzahl der Kinder, Alter und…
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Neuer Jüdischer Friedhof

Neuer Jüdischer Friedhof

1894 begann die jüdische Gemeinde eine Sammlung von Mitteln zur Anlage eines neuen Friedhofes, da der alte jüdische Friedhof zu klein geworden war und nicht erweitert werden durfte. 1911 konnte neben dem Waldfriedhof ein Grundstück erworben und bis zur ersten Belegung 1924 als Friedhof angelegt werden. 1929 wurde eine Friedhofshalle eingeweiht (besteht nicht mehr). Auf dem Friedhof befinden sich noch 53 Grabsteine. Nach 1945wurde der Friedhof wiederholt durch Schmierereien geschändet. In den 1950er-Jahren entschied die Stadtverwaltung, das Friedhofsgrundstück zu verkleinern und zu einem Gedenkplatz umzugestalten. Übrig gebliebene Grabsteine wurden an einem neuen Platz aufgestellt, umzäunt und als "Restareal" bezeichnet. 1991 ist der Friedhof…
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Alter Jüdischer Friedhof

Alter Jüdischer Friedhof

Die Geschichte der Juden in Eberswalde beginnt bereits im 14.Jahrhundert, denn 1400 wird ein jüdischer Schlachter als Einwohner und für das Jahr 1407 eine Jodenstrasse  erwähnt. 1439 erhielt der wohl erste Jude die Bürgerrechte für Eberswalde. Zu dieser Zeit gab es jedoch noch keinen jüdischen Friedhof in Eberswalde. Die Toten wurden bis 1750 in Biesenthal beigesetzt. Erst 1751 konnte ein Friedhof für die jüdischen Bürger eingelegt und geweiht werden. Dieser Friedhof wurde 1851 erweitert und 1862 mit einer Ziegelmauer eingefasst Seine Grösse beträgt ca. 975 a und es sind ca. 200Grabstellen vorhanden.   Über eine Schändung des Friedhofs berichtet die „Allgemeinen…
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