Erste Stolpersteinverlegung in Biesenthal

Am 9. März 2026 werden in Biesenthal erstmals Stolpersteine verlegt, um an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Initiative geht auf die Stadthistorikerin Gertrud Poppe zurück und wird aktuell von einer kleinen Gruppe weitergeführt.

Gedacht wird zunächst der jüdischen Familie Abraham sowie Emilie Weprajetzky. Die Familie Abraham betrieb ein Geschäft am Markt, wurde nach 1933 zunehmend ausgegrenzt und verlor 1938 verlor ihr Eigentum. 1943 wurden mehrere Familienmitglieder nach Auschwitz deportiert und ermordet; nur wenige Angehörige überlebten.

Emilie Weprajetzky, die mit einer Behinderung lebte, wurde Opfer der nationalsozialistischen T4-Aktion. Sie wurde zwangssterilisiert, in eine Anstalt eingewiesen und 1940 in Brandenburg an der Havel ermordet.

Die öffentliche Verlegung der Stolpersteine wird von einem Gedenkprogramm begleitet und soll die Erinnerung an die Opfer wachhalten.

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