Internationale Wochen gegen Rassismus an der HNEE

Auch in diesem Jahr gestaltet die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ein vielseitiges Programm zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Neben den Hochshulangehörigen sind auch alle Interessierten eingeladen.

Veranstaltungen im Überblick:

Vortrag zur Ausstellungseröffnung „Leben ohne Rassismus 2.0“ (Bündnis gegen Rassismus)
Dienstag, 17. März 2026, 12:00-13:00 Uhr, Hörsaal 01.103, Haus 1, Stadtcampus

Der Eröffnungsvortrag in der Mittagspause bietet die Möglichkeit, über das Thema Rassismus zu diskutieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und mehr über den Entstehungsprozess der Ausstellung zu erfahren.

Der einzelne Mensch steht im Fokus von “Leben ohne Rassismus 2.0”. Die Ausstellung greift Erfahrungen auf, welche von Rassismus Betroffene alltäglich erleben und lenkt somit zum einen den Blick auf die (strukturell verankerte) Ungleichbehandlung und Diskriminierung der Menschen. Die Porträts halten dazu an, in jedem Menschen das Individuum zu sehen und ihm die gleiche Empathie und Offenheit entgegenzubringen wie jedem anderen auch. Die Fotos stehen für ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft.

Stammtischkämpfer*innen-Seminar – Workshop gegen rechte und diskriminierende Parolen (Aufstehen gegen Rassismus)
Mittwoch, 18. März 2026, 09:00-16:00 Uhr, Stadtcampus, Raum wird nach Anmeldung an antira@hnee.de bekannt gegeben

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit Arbeitskolleg*innen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen. Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!

In den Stammtischkämpfer*innen-Seminaren werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die uns dabei unterstützen, rechten und rassistischen Parolen etwas entgegenzusetzen. Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall: An der Kasse des Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Arbeitsgruppe. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.

Fortbildung „Warum Rassismus uns alle angeht“ (Maria Seidel, HNEE)
Dienstag, 24. März 2026, 9:30-15:30 Uhr, Stadtcampus, Raum wird nach Anmeldung an antira@hnee.de bekannt gegeben

Rassismus ist eine Lebensrealität und prägt den Alltag vieler Menschen. Er strukturiert das gesellschaftliche Zusammenleben und hat reale Auswirkungen auf Zugänge zu Ressourcen, auf Teilhabemöglichkeit und auf die Gesundheit. Dabei steht niemand außerhalb dieser rassistischen Verhältnisse. Menschen, die keinen Rassismus erleben, profitieren oft unbewusst oder ungewollt von privilegierten Strukturen.

Die Fortbildung lädt dazu ein, sich mit Rassismus und der eigenen Verwobenheit darin, mit Weißsein und den dazugehörigen Privilegien, auseinanderzusetzen, Rassismus und seine Wirkung zu verstehen sowie Handlungsmöglichkeiten für die Praxis – besonders im eigenen Arbeitskontext – zu entwickeln.

Seminar „Rassismus und Antisemitismus“ (Mideast Freedom Forum Berlin)
Mittwoch 25. März 2026, 13:00-17:00 Uhr, Stadtcampus, Raum wird nach Anmeldung an antira@hnee.de bekannt gegeben

In diesem Seminar erwerben die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse der Antisemitismus- und Rassismuskritik. Oft wird Antisemitismus als Unterform des Rassismus beschrieben, was den fundamentalen Unterschied verwischt. Beide basieren unter anderem auf Projektionen, Entmenschlichung und Diskriminierung, haben darüber hinaus aber spezifische Merkmale. Deswegen beginnen wir mit der historischen und systematischen Auseinandersetzung mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten dieser potenziell tödlichen Ideologien. In diesem Rahmen werden wir uns auch mit den Konflikten im Nahen Osten als auch in der deutschen Migrationsgesellschaft beschäftigen, sowie Widerstandsformen und Perspektiven von Betroffenen. Die Teilnehmenden lernen, wie man rassistische und antisemitische Vorfälle erkennen und wirksam dagegen vorgehen kann.

Die Teilnehmerzahlen sind außer zum Eröffnungsvortrag limitiert. Um Anmeldung über antira@hnee.de wird daher gebeten.

By admin

Related Posts